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Man hat uns oft gefragt, warum wir ausgerechnet nach Bolivien
geflogen sind: Einer meiner Studienfreunde, Daniel Otazo, war Bolivianer.
Er hat uns immer wieder erzählt, wie schön doch Bolivien ist.
Irgendwann Ende 1994 haben wir einfach zum Spaß gesagt, daß
wir den nächsten Urlaub in Bolivien verbringen. Im Mai waren die Flüge
gebucht, und im Sommer war es so weit. Daniel selbst war allerdings nicht mit.
Die meisten wollten auch wissen, ob es nicht gefährlich
war. Als wir die Flüge buchen wollten, wurde in Bolivien gerade der
Ausnahmezustand ausgerufen. Sowohl das Auswärtige Amt, als auch die
bolivianische Botschaft haben uns aber bestätigt, daß das "ganz
normal" sei. In Bolivien hatten wir nie das Gefühl bedroht zu sein.
Obwohl die Menschen zu größten Teil sehr arm sind, haben wir
nirgends Kiminalität gespürt. Die Menschen waren alle sehr freundlich
und hilfsbereit, aber auch etwas zurückhaltend. (Allerdings sind die
Taxifahrer große Schlitzohren, also Vorsicht!)
Unser größtes Problem war, daß wir beide
kein Spanisch sprechen. Der Aufenthalt dort war trotzdem kein Problem, aber
ich würde trotzdem jedem empfehlen, wenigstens einen Spanischkurs zu besuchen.
Dadurch bekommt man sicher noch besseren Kontakt zu den Einheimischen, die meist
nur Spanisch sprechen (abgesehen von den Indianersprachen Ketschua und
Aimara).
Auf den folgenden Seiten können Sie einen Reisebericht über unser
Bolivienabenteuer lesen.
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